PRESSEMITTEILUNG
Netzwerk MinGenTec stärkt über 260 Lausitzer Unternehmen im Strukturwandel
Das Netzwerk MinGenTec (Mining & Generation Technology – Made in Germany) bringt entscheidende Impulse für die Transformation in der Lausitz. Dieses Fazit ziehen die Industrie- und Handelskammer Cottbus (IHK) und die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) zum Abschluss des aktuellen STARK-Förderprojektes Neuausrichtung der Lausitzer Braunkohlewirtschaft (NeLaBra) am 9. Juni 2026 in Cottbus.
„Das MinGenTec-Netzwerk bündelt Lausitzer Kompetenzen und unterstützt kleine und mittlere Unternehmen beim Zugang zu neuen Märkten. Die Förderung hat sich ausgezahlt: Konkrete Angebote und ein starkes Netzwerk haben viele neue Türen geöffnet und Geschäfte ermöglicht. Besonders war es mir eine Freude, Juryvorsitzender des Wettbewerbs Lausitz Goes International gewesen sein zu können. Darüber habe ich viele Einblicke in vorhandene und geplante Internationalisierungsaktivitäten unserer MinGenTec-Mitglieder bekommen. Das war sehr spannend“, so IHK-Präsident Jens Warnken.
„Viele Lausitzer Unternehmen profitieren von MinGenTec. Es hat mit seinen umfassenden, aus der STARK-Richtlinie des Bundes geförderten Service-Angeboten maßgeblich zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Strukturwandel beigetragen, indem es sie erfolgreich und aktiv bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder und neuer Märkte unterstützt hat. Auch die Vernetzung der Unternehmen hat entscheidende Impulse für den Strukturwandel in der Lausitz gebracht. Wir werden insbesondere die Innovationsunterstützung, die ja eine unserer Hauptaufgaben im aktuellen Projekt ist, nach dessen Ende – unter Nutzung der Erkenntnisse aus dem Projekt – weiter durch unser Regionalcenter in Cottbus erbringen“, betonte WFBB-Geschäftsführer Sebastian Saule.
„Der MarkterschließungsCheck von MinGenTec hat uns mit einer fundierten Marktanalyse zu Frankreich wertvolle Einblicke und konkrete Anhaltspunkte für unsere nächsten Schritte geliefert. Die Auszeichnung im Rahmen von Lausitz Goes International bestätigt zugleich, dass unser Internationalisierungskonzept und der eingeschlagene Markteintritt die richtige strategische Ausrichtung haben und durch die MinGenTec-Angebote wirksam unterstützt werden“, so Dr. Marko Burkhardt, Niederlassungsleiter Cottbus GICON® - Großmann Ingenieur Consult GmbH. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Dresden und seiner Niederlassung in Cottbus bietet seit über 30 Jahren nachhaltige Ingenieur- und Planungsleistungen im In- und Ausland an. Wert wird auf Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Klimaneutralität gelegt. GICON® unterstützt Unternehmen mit Leistungen von der Projektplanung über Boden- und Grundwasserlösungen bis zur Koordination von Umwelt- und Genehmigungsfragen. Derzeit realisiert das Unternehmen in Klettwitz den weltweit höchsten Windturm.
„Der Markterschließungs-Check war für uns der analytische Ausgangspunkt, um Chancen und Rahmenbedingungen im polnischen Markt strukturiert zu bewerten und unsere Planungs- sowie Softwareleistungen im Logistik- und Produktionsumfeld gezielt auszurichten. Das B2B-Matchmaking auf dem Polnisch-Deutsch-Tschechischen-Kooperationsforum mit potenziellen Partnern hat diesen Prozess wirkungsvoll ergänzt, indem es den direkten Zugang geschaffen und damit die Basis für nachhaltige Kooperationen über Ländergrenzen hinweg gelegt hat“, ergänzte Sandro Claus, Head of Sales der LOGSOL GmbH. Das auf Logistik- und Fabrikplanung spezialisierte Beratungs- und Softwareunternehmen hat seinen Sitz in Dresden. Seit Jahren unterstützt LOGSOL die industrielle Modernisierung und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Lausitz durch seine Expertise und bringt sich gezielt in zentrale Strukturwandelprojekte ein – u. a. beim neuen DB-Fahrzeuginstandhaltungswerk und beim Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus.
„MinGenTec ist für unser Unternehmen ein zentraler Partner im Transformationsprozess. Der InnovationsCheck hat fundierte Impulse geliefert und unsere Entwicklungspotenziale klar strukturiert und nachvollziehbar aufgezeigt. Besonders wertvoll ist zudem die ausgeprägte Netzwerkarbeit von MinGenTec, durch die relevante neue Kontakte sowie strategisch interessante Perspektiven eröffnet wurden“, sagte Felix Götze,Geschäftsführer G&B Automatisierungstechnik GmbH & Co. KG. Das in Elsterwerda ansässige Unternehmen ist seit 1992 ein führender Anbieter für Softwarelösungen in der Automatisierungstechnik. Zum Portfolio gehören SPS-Programmierung, Robotik, Sicherheits- und Visualisierungstechnik sowie Retrofit-Lösungen. G&B betreut Kunden von der Beratung über Planung, Montage bis zur Inbetriebnahme und Projektleitung im Sonder- und Serienmaschinenbau sowie Anlagenbau – auch international nach Konzernstandards. Schwerpunkte liegen in der Automobil-, Metall-, Baustoff-, Verpackungs- und Holzindustrie.
MinGenTec hat den Strukturwandel in der Lausitz gezielt unterstützt, indem Innovation, Internationalisierung und Vernetzung eng verzahnt wurden. In der Projektphase von Juli 2022 bis Juni 2026 wurden über 70 – teilweise internationale – Veranstaltungen, Workshops, Delegationsformate und Unternehmensreisen umgesetzt, die Unternehmen neue Geschäftsfelder und Marktzugänge im Ausland eröffneten. Mit diesen Angeboten konnten viele der über 260 im Netzwerk aktiven Unternehmen Innovationspotenziale nutzen, neue Kooperationen mit Wissenschaft und Wirtschaft aufbauen sowie internationale Märkte erschließen. Fokusmärkte sind die Vereinigten Arabischen Emirate, Australien, Spanien, Österreich und Polen. Hierbei werden unterschiedliche Branchen adressiert von der Bergbausanierung über Erneuerbare Energien bis hin zu Holzbearbeitung und Automatisierung.
Elf Unternehmen nutzten den MarkterschließungsCheck mit individueller Stärken-Schwächen-Analyse sowie Zielmarktauswahl. Passgenaue Aktionspläne für die nächsten Schritte machen das Angebot zu einem zentralen Internationalisierungsinstrument für Unternehmen. Ergänzend dazu setzte MinGenTec auf den Wettbewerb „Lausitz Goes International“, der 2024 und 2025 im Fokus stand.
Der InnovationsCheck fand ebenso Anklang. Das standardisierte Angebot für Lausitzer Unternehmen bewertet den Innovationsgrad, zeigt Potenziale auf und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung. In der aktuellen Förderphase wurden in elf Unternehmen Entwicklungsprozesse angestoßen und Kooperationen initiiert. Ergänzend fanden 32 Veranstaltungen mit über 3.500 Teilnehmenden zu Innovationsthemen statt.
In der Öffentlichkeitsarbeit wurden die Kompetenzen der Lausitzer Unternehmen über digitale Kanäle und internationale Kampagnen – u. a. in Österreich, Polen und Tschechien – sichtbar gemacht. Die Website verzeichnete über 19.000 Aufrufe im Jahr 2025, die LinkedIn-Community beläuft sich auf mehr als 2.600 Follower.
Ausblick: Das MinGenTec-Netzwerk bleibt erhalten
Die derzeitige Förderphase endet zum 30. Juni 2026. Auch über diesen Zeitpunkt hinaus bleibt MinGenTec ein zentraler Baustein zur Unterstützung der Transformation in der Lausitz. Die IHK Cottbus führt die Aktivitäten im Bereich Internationalisierung fort, im Bereich Innovationen bietet die WFBB ihre Services weiter über das in Cottbus ansässige Regionalcenter Südbrandenburg an. Die Stärkung von Innovationen und der Sichtbarkeit Lausitzer Unternehmen sowie die Markterschließung im In- und Ausland bleibt im Fokus. Auf sächsischer Seite bringen sich die Wirtschaftsförderung Sachsen und IHK Dresden weiterhin mit ihrer Expertise in innovativer Standortentwicklung und internationaler Geschäftsanbahnung ein.